Wenn du in Zukunft durch die Straßen ziehst, fällt dir vielleicht eins auf. Unsere Balkone und Terrassen sind nicht mehr nur voller Petunien und Geranien. Da ist noch eine andere Pflanze mit dabei – eine mit langen, gezackten Blättern. Richtig gesehen, es ist die Hanfpflanze. Denn ab sofort erlaubt Deutschland den Anbau von Cannabis. Klingt interessant? Wie wäre es dann mit ein paar Tipps zum Urban Gardening mit Cannabis?

Urban Gardening mit Cannabis: alles, was du zum Anbau wissen musst

Wenn du in Zukunft durch die Straßen ziehst, fällt dir vielleicht eins auf. Unsere Balkone und Terrassen sind nicht mehr nur voller Petunien und Geranien. Da ist noch eine andere Pflanze mit dabei – eine mit langen, gezackten Blättern. Richtig gesehen, es ist die Hanfpflanze. Denn ab sofort erlaubt Deutschland den Anbau von Cannabis. Klingt interessant? Wie wäre es dann mit ein paar Tipps zum Urban Gardening mit Cannabis? 

1. The Cannabis Encyclopedia

1. The Cannabis Encyclopedia
von Jorge Cervantes

"The Cannabis Encyclopedia" von Jorge Cervantes ist ein umfassendes Nachschlagewerk zum Cannabisanbau, das auf 596 Seiten alle Aspekte von Anbau, Pflege und medizinischem Nutzen abdeckt. Ideal für Anfänger und Experten.

 

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Das Cannabis-Gesetz: Welche Regeln gelten?

Seit dem 1. April 2024 gilt in Deutschland das Cannabis-Gesetz. Ab sofort steht Cannabis nicht mehr auf der Liste der verbotenen Substanzen. Der Besitz und Anbau ist Erwachsenen damit erlaubt – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen: 

  • Nur bis zu 25 Gramm Cannabis dürfen Erwachsene in der Öffentlichkeit bei sich tragen. 
  • Zuhause sind bis zu 50 Gramm gestattet – genau wie bis zu drei weiblich blühende Hanfpflanzen pro Erwachsenem. 
  • Überschreitet man die Grenze unterwegs um 5 Gramm oder zu Hause um 10 Gramm, begeht man eine Ordnungswidrigkeit. Bei größeren unerlaubten Mengen droht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine empfindliche Geldstrafe. 
  • Cannabissamen aus EU-Mitgliedsstaaten dürfen Erwachsene für den Eigenanbau zu Hause jederzeit einführen oder online bestellen. 
  • Wer Cannabis vom Straßenhändler kauft, macht sich weiterhin strafbar. 
  • Nur in nicht gewinnorientierten Anbauvereinigungen oder in sogenannten Cannabis-Clubs ist der Kauf erlaubt – jedoch erst ab 1. Juli 2024.

Spielst du nach den Regeln des deutschen Cannabis-Gesetzes, steht dem Eigenanbau bei dir zu Hause aber nichts im Weg. Jetzt musst du deine Hanfpflanze nur noch gut pflegen – am besten mit unserem Einmaleins des Urban Gardenings.

2. Joint Adventure

2. Joint Adventure: Eine Reise in die Welt des Cannabis
von Helge Timmerberg

"Joint Adventure" von Helge Timmerberg entführt den Leser auf eine Entdeckungsreise in die Welt des Cannabis. Das Buch, eine Mischung aus persönlichen Anekdoten und Fakten, erkundet die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung dieser Pflanze.

 

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Urban Gardening mit Cannabis: So geht’s

1. Schlaue Platzwahl 

Zugegeben: Im Vergleich zu Rosen und Kamelien ist die Hanfpflanze relativ unkompliziert. Ein paar Ansprüche hat sie aber doch, gerade bei der Platzwahl. Am wohlsten fühlt sie sich, wenn:

  • sie täglich 6 bis 8 Stunden direktes Sonnenlicht abbekommt. Reservier also schon mal ein südliches Plätzchen auf deinem Balkon. 
  • das Thermometer nicht unter 12 Grad fällt und nicht über 30 Grad steigt. 
  • sie vor Starkregen, Wind und Hitzeperioden geschützt ist. Am besten in einem kleinen Gewächshaus, unter einer Plane oder in einem Folientunnel.

2. Eine Frage der Sorte 

Du hast ein sonniges Plätzchen auf deinem Balkon gefunden? Perfekt! Dann wählst du jetzt die Sorte aus. Aber bitte nicht irgendeine – sie muss zu deinen Anbaubedingungen passen. 

Für nördlichere Regionen mit einer kürzeren Anbausaison bieten sich robuste, schnell blühende Genetiken wie Autoflowers an. In südlicheren Regionen mit einer längeren Anbausaison greifst du am besten zu Sativa-Sorten oder Hybriden.

3. Die Keimung 

Der erste Abschnitt im Leben einer Hanfpflanze ist die Keimung. Hier bildet dein Cannabissamen seine erste Pfahlwurzel und reift zum Sämling heran. Und für diesen Prozess braucht es die Big 3 – Feuchtigkeit, Dunkelheit und Luftfeuchtigkeit. 

Am besten gelingt die Keimung in hochwertiger Bio-Erde. Sie hat alles, was Hanfpflanzen wollen: Nährstoffe, Bakterien und Pilze. 

In wärmeren Regionen startest du direkt in Töpfen oder Beeten im Freien. Doch Achtung: In der Sämlingsphase verzehrt sich die Pflanze nach Luftfeuchtigkeit. Umso besser ist sie in einem Gewächshaus oder unter einem Folientunnel aufgehoben. In kälteren Regionen behältst du deine Sämlinge erst einmal in der Wohnung, gerade an frostigen Frühlingstagen. Wird es langsam wärmer, gibst du sie dann direkt in die Erde oder in einen großen Behälter. 

Meist dauert die Sämlingsphase zwei Wochen. In diesen 14 Tagen umsorgst du deine Cannabissamen mit reichlich Licht, hoher Luftfeuchtigkeit von bis zu 70 Prozent und mäßiger Bewässerung.

3. Heilender Hanf

3. Heilender Hanf: Cannabis - die wiederentdeckte Naturmedizin
von Alexander Thurner

"Heilender Hanf: Cannabis - die wiederentdeckte Naturmedizin" von Alexander Thurner beleuchtet den medizinischen und ernährungsphysiologischen Nutzen von Hanf. Es erläutert die gesundheitlichen Vorteile von Cannabinoiden und anderen Inhaltsstoffen, die in Hanf enthalten sind.

 

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4. Die vegetative Phase 

Glückwunsch, die Sämlingsphase war ein Erfolg. Nun startet die vegetative Phase. Wenn du jetzt alles richtig machst, kannst du schon bald mit den ersten großen Fächerblättern rechnen. 

Halte die Gießkanne erst einmal still. Erst, wenn die obersten drei bis fünf Zentimeter Erde trocken und spröde sind, kommt sie zum Einsatz. Gießt du zu früh, riskierst du Wurzelfäule. 

Gut zu wissen: Teste regelmäßig deine Erde. Ideal ist ein pH-Wert von 6,0 bis 7,0. Dann nimmt der Boden die meisten Nährstoffe auf. 

5. Vorsicht vor Schädlingen

Ob Milben, Raupen oder Blattläuse – sie alle haben es auf deine Cannabispflanze abgesehen. Jetzt aber schnell, mit feinen Zäunen und Netzen legst du potenziellen Vielfraßen das Handwerk. Gerade bei größeren Feinden wie Vögeln oder Rehen wirken die Schutzbarrieren Wunder.  

Oder wie wäre es mit nützlichen Begleitpflanzen? Dill, Basilikum oder Zitronenmelisse schmecken vielen Angreifern ganz und gar nicht. Der intensive Geruch hält sie von deiner Cannabispflanze fern.

Auch Pilze sind gute Bodyguards. Zuverlässig fangen und töten Mykorrhizapilze in der Erde Nematoden. Ansonsten würden die schädlichen Mikroorganismen nur die Cannabiswurzeln angreifen.