Evelyn Hugo, Daisy Jones, Carrie Soto: Die Heldinnen von Taylor Jenkins Reid wirken so echt, dass man ihre Geschichten glatt für wahr hält. Lena stellt 5 Bücher der Autorin vor, die man gelesen haben sollte, Suchtgefahr inklusive.
Taylor Jenkins Reid ist für mich eine dieser Autorinnen, bei denen ich irgendwann vergesse, dass die Menschen, über die sie schreibt, gar nicht wirklich existieren. Evelyn Hugo war nie ein Hollywoodstar. Daisy Jones hat nie auf einer Bühne gestanden. Carrie Soto hat nie einen Grand Slam gewonnen. Und trotzdem könnte man mir wahrscheinlich zu jeder dieser Frauen erzählen, dass sie auf einer wahren Geschichte basiert, und ich würde es sofort ohne es zu hinterfragen glauben.
Genau das macht ihre Bücher für mich so besonders. Taylor Jenkins Reid schreibt über große Karrieren, Ruhm, Erfolg und Menschen, die scheinbar alles erreicht haben. Aber hinter dieser glänzenden Fassade stecken immer Figuren mit Ängsten, Sehnsüchten und Entscheidungen, die man manchmal überhaupt nicht nachvollziehen kann. Bis man ihre ganze Geschichte kennt. Und gerade deshalb wirken sie so menschlich und echt.
Was ich außerdem liebe: Jedes ihrer Bücher fühlt sich vom Setting her komplett anders an. Mal befinden wir uns im alten Hollywood, mal mitten in der Musikszene der Siebziger, dann wieder auf dem Tennisplatz oder in Malibu am Strand. Mit „Atmosphere“ geht es sogar bis ins Weltall. Aber alle ihre Geschichten haben eine Gemeinsamkeit: Es geht um Liebe, Ehrgeiz, Familie, Verlust und die Frage, welchen Preis wir bereit sind, für unsere Träume zu zahlen.
Diese fünf Bücher der Autorin kann ich besonders empfehlen. Aber Achtung: ihre Geschichten machen süchtig.
Das sind die 5 besten Bücher von Taylor Jenkins Reid

1. Die sieben Männer der Evelyn Hugo
Altes Hollywood
Die ehemalige Hollywoodikone Evelyn Hugo ist endlich bereit, die Wahrheit über ihr Leben zu erzählen. Ausgerechnet die noch unbekannte Journalistin Monique Grant soll ihre Biografie schreiben und erfährt dabei von Evelyns Aufstieg in Hollywood, ihren sieben Ehemännern und einer großen Liebe, die lange verborgen bleiben musste. Je mehr Evelyn erzählt, desto deutlicher wird allerdings, dass sie Monique nicht zufällig ausgewählt hat.
Dieses Buch wurde mir damals von meinen Buchmädels beim Shoppen empfohlen und eigentlich wollte ich gar kein Buch kaufen. Naja. Wir wissen alle, wie solche Vorsätze enden. Das Ende hat mich damals komplett kalt erwischt und genau deshalb gehört Evelyn Hugos Geschichte für mich zu den Büchern, die ich am liebsten noch einmal völlig ahnungslos lesen würde.
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2. Carrie Soto is Back
Comeback auf dem Tennisplatz
Carrie Soto war die beste Tennisspielerin der Welt und hat für ihren Erfolg nahezu alles geopfert. Sechs Jahre nach ihrem Rücktritt muss sie mitansehen, wie die junge Nicki Chan einen ihrer Rekorde bricht. Mit 37 Jahren entscheidet Carrie deshalb, noch einmal zurückzukehren und gemeinsam mit ihrem Vater Javier für eine letzte Saison zu trainieren.
Carrie macht es einem wirklich nicht immer leicht, sie zu mögen. Sie ist ehrgeizig, kompromisslos und unglaublich überzeugt von sich selbst. Aber genau das fand ich so spannend. Denn hinter diesem unerschütterlichen Willen steckt eine Frau, die herausfinden muss, wer sie eigentlich ist, wenn sie irgendwann nicht mehr die Beste sein kann.
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3. Malibu Rising
Sommer in Malibu
Malibu, 1983. Die vier Riva Geschwister Nina, Jay, Hud und Kit veranstalten ihre legendäre Sommerparty. Doch schon bevor der erste Gast auftaucht, tragen alle vier ihre eigenen Geheimnisse mit sich herum. Innerhalb von nur 24 Stunden kommen schließlich Dinge ans Licht, die nicht nur die Party, sondern die ganze Familie verändern.
Ich liebe an diesem Buch vor allem das Setting. Man kann das Meer beinahe riechen, die Musik hören und sich vorstellen, mitten auf dieser völlig eskalierenden Party zu stehen. Gleichzeitig steckt hinter all dem Glamour eine Geschichte über Geschwister, Familie und darüber, was wir von unseren Eltern mitnehmen und was wir irgendwann bewusst hinter uns lassen müssen.
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4. Atmosphere
NASA und Weltall
Joan Goodwin liebt die Sterne und arbeitet als Professorin für Physik und Astronomie, als sie 1980 von der Chance ihres Lebens erfährt. Die NASA sucht Wissenschaftlerinnen für das Space Shuttle Programm und Joan bewirbt sich. Gemeinsam mit einer Gruppe anderer Kandidat:innen beginnt sie ein intensives Training und entdeckt dabei nicht nur eine völlig neue Welt, sondern auch Gefühle, mit denen sie niemals gerechnet hätte. Dann verändert eine Mission im Dezember 1984 alles.
Allein die Kombination aus NASA, Achtzigerjahren und Liebesgeschichte macht dieses Buch für mich unglaublich spannend. Und gleichzeitig bleibt Taylor Jenkins Reid auch hier bei dem, was sie besonders gut kann: große Träume mit sehr persönlichen Geschichten verbinden.
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5. Daisy Jones & The Six
Musikszene der 70er
Daisy Jones möchte nichts lieber, als mit ihrer eigenen Musik auf der Bühne zu stehen. Als sie auf Billy Dunne und seine Band The Six trifft, entsteht eine Kombination, die musikalisch kaum besser funktionieren könnte. Gemeinsam werden sie zu einer der erfolgreichsten Bands ihrer Zeit. Doch auf und hinter der Bühne wird die Beziehung zwischen Daisy und Billy immer komplizierter, bis sich die Band auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs plötzlich trennt.
Das Besondere ist für mich vor allem die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Durch den Interviewstil fühlt sich das Ganze irgendwann eher wie eine echte Musikdokumentation als wie ein Roman an. Man möchte anschließend eigentlich nur noch die alten Platten von Daisy Jones & The Six herausholen, blöd nur, dass es diese Band nie gegeben hat. Noch mehr Lesestoff für Musikbegeisterte gibt es in unseren Buchtipps für Musikfans.
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Egal ob altes Hollywood, Tennisplatz, Malibu oder Weltall: Taylor Jenkins Reid erschafft Frauen, die man so schnell nicht vergisst. Wenn du eine von ihnen kennenlernst, willst du sofort alle anderen auch kennen. Du bist gewarnt.
