Zum Filmstart von „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ rückt Joachim Meyerhoff wieder ins Rampenlicht. Wer Meyerhoff neu entdecken oder seine Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen möchte, findet hier den Überblick und passende Einstiegstipps.

Joachim Meyerhoff gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Seine Bücher sind autobiografisch, oft sehr komisch und gleichzeitig tief berührend. Er schreibt über Familie, Körper, Scheitern und Nähe und tut das mit großer Offenheit und Selbstironie.


Viele Leser:innen fragen sich deshalb: Welche Bücher hat Joachim Meyerhoff geschrieben? In welcher Reihenfolge sollte man sie lesen? Und welches eignet sich besonders gut als Einstieg?

Hier findest Du den Überblick mit ausführlichen Inhaltsangaben und klaren Leseempfehlungen.

Entdecke alle Bücher von Joachim Meyerhoff

Wer ist Joachim Meyerhoff?

Joachim Meyerhoff wurde 1967 geboren und ist Schauspieler, Regisseur, Theaterintendant und Autor. Viele Jahre war er an großen Bühnen engagiert, unter anderem am Wiener Burgtheater. Parallel zu seiner Theaterarbeit begann er, autobiografisch zu schreiben. Zunächst für die Bühne, später in Form von Romanen und literarischen Texten.

Seine Bücher zeichnen sich durch eine sehr persönliche Erzählweise aus. Meyerhoff schreibt über seine eigene Biografie, ohne sich zu idealisieren. Er erzählt von Kindheit, Jugend und Erwachsenwerden, von familiären Beziehungen, Verlusten und inneren Konflikten. Dabei verbindet er Humor mit großer Ehrlichkeit und schafft Texte, in denen sich viele Leser:innen wiederfinden.

Joachim Meyerhoff: Bücher und empfohlene Lesereihenfolge

Im Mittelpunkt von Joachim Meyerhoffs literarischem Werk steht die autobiografische Romanreihe „Alle Toten fliegen hoch“. Die einzelnen Bände erzählen unterschiedliche Lebensphasen und sind chronologisch angelegt. Sie lassen sich einzeln lesen, entfalten aber besonders viel Tiefe, wenn man sie in der vorgesehenen Reihenfolge entdeckt.
Ergänzt wird die Reihe durch ein später erschienenes Buch mit essayistischen Texten.

Die „Alle Toten fliegen hoch“-Reihe in der richtigen Reihenfolge

Die autobiografische Romanreihe „Alle Toten fliegen hoch“ bildet das Herzstück von Joachim Meyerhoffs Werk. In sechs Bänden erzählt er von verschiedenen Lebensphasen – von der Jugend bis ins spätere Erwachsenenalter. Die Bücher lassen sich zwar einzeln lesen, entfalten aber besonders viel Tiefe, wenn man ihnen in der richtigen Reihenfolge folgt.

Amerika – Joachim Meyerhoff

1. Amerika

„Alle Toten fliegen hoch“ Band 1

Der erste Band der Reihe führt in Meyerhoffs Jugendzeit. Als Austauschschüler verbringt er ein Jahr in den USA und lebt dort bei einer Gastfamilie, die alles andere als gewöhnlich ist. Er fühlt sich fremd, überfordert und oft fehl am Platz, während er gleichzeitig versucht, seinen eigenen Raum zu finden und dazuzugehören.

Mit viel Selbstironie erzählt Meyerhoff von jugendlicher Unsicherheit, von Grenzerfahrungen und von dem Gefühl, in einer fremden Umgebung neu anfangen zu müssen. „Amerika“ ist ein sehr lebendiger, oft komischer, aber auch schmerzhafter Einstieg in die autobiografische Reihe.

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Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war – Joachim Meyerhoff

2. Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

„Alle Toten fliegen hoch“ Band 2

Dieser Band gilt als sein bekanntestes und zugänglichstes Buch. Meyerhoff blickt auf seine Kindheit zurück, die er auf dem Gelände einer psychiatrischen Klinik verbrachte, in der sein Vater als Direktor arbeitete. Zwischen Patient:innen, Familienalltag und der langsam fortschreitenden Krankheit des Vaters entsteht das Bild einer außergewöhnlichen Kindheit.

Das Buch erzählt von Nähe und Verlust, von kindlicher Neugier und früher Verantwortung. Besonders eindrucksvoll ist die Balance zwischen Tragik und Humor. Selbst schwere Themen werden mit Leichtigkeit erzählt, ohne an Tiefe zu verlieren. Für viele Leser:innen ist dieses Buch der ideale Einstieg in Meyerhoffs Werk.

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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke – Joachim Meyerhoff

3. Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

„Alle Toten fliegen hoch“ Band 3

In diesem Band steht Meyerhoffs Zeit als junger Schauspieler im Mittelpunkt. Nach dem Studium versucht er, auf der Bühne und im Leben seinen Platz zu finden. Er schreibt über Einsamkeit, Selbstzweifel und das Gefühl, in entscheidenden Momenten nicht dazuzugehören.

Zentrale Themen sind Körperlichkeit, Begehren und Scham. Die Bühne wird dabei sowohl zum Rückzugsort als auch zum Spiegel innerer Unsicherheiten. Im Vergleich zu den ersten beiden Büchern ist dieser Band deutlich intimer und dunkler. Der Humor bleibt, tritt aber hinter existenziellen Fragen zurück. Es geht um Identität, Verletzlichkeit und die Suche nach Halt.

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Die Zweisamkeit der Einzelgänger – Joachim Meyerhoff

4. Die Zweisamkeit der Einzelgänger

„Alle Toten fliegen hoch“ Band 4

In „Die Zweisamkeit der Einzelgänger“ richtet Meyerhoff den Blick auf Beziehungen. Er schreibt über Freundschaften, Liebesverhältnisse und emotionale Abhängigkeiten. Dabei geht es weniger um klassische Liebesgeschichten als um die Dynamiken zwischen Menschen, die einander nahe sein wollen und sich gleichzeitig entziehen.

Meyerhoff blickt reflektierend auf frühere Lebensphasen zurück und fragt, warum Nähe oft so kompliziert ist. Er beschreibt Erwartungen, Projektionen und das tiefe Bedürfnis nach Anerkennung. Das Buch ist sehr offen und analytisch, manchmal schmerzhaft ehrlich, aber immer nah an den inneren Konflikten seiner eigenen Biografie.

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Hamster im hinteren Stromgebiet – Joachim Meyerhoff

5. Hamster im hinteren Stromgebiet

„Alle Toten fliegen hoch“ Band 5

Der fünfte Band der Reihe ist ruhiger und stark von Rückblicken geprägt. Meyerhoff schreibt über das Älterwerden, über Abschiede und über die Frage, was von einem Leben bleibt, wenn bestimmte Rollen und Sicherheiten wegfallen. Äußere Ereignisse treten in den Hintergrund, während innere Prozesse an Bedeutung gewinnen.

Es geht um das Loslassen von Erwartungen, um das Akzeptieren von Brüchen und um das Ankommen in einer neuen Lebensphase. Der Ton ist nachdenklich und konzentriert. „Hamster im hinteren Stromgebiet“ ist ein leiser, sehr reflektierter Roman, der lange nachwirkt.

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Man kann auch in die Höhe fallen – Joachim Meyerhoff

6. Man kann auch in die Höhe fallen

„Alle Toten fliegen hoch“ Band 6

Mit Mitte fünfzig gerät der Erzähler in eine tiefe Lebenskrise. Nach einem Schlaganfall und einem missglückten Neuanfang in Berlin verlässt er die Stadt und zieht zu seiner über achtzigjährigen Mutter aufs Land, wo sie unweit vom Meer ein selbstbestimmtes Leben führt.

In den gemeinsamen Wochen findet er langsam zurück zur Ruhe. Er fügt sich in den Alltag der Mutter ein, beginnt an einem Theaterroman zu schreiben und entdeckt neue Formen von Nähe und Gelassenheit. Alte Muster aus Zorn und Nervosität verlieren an Macht. Ein sehr persönlicher Band über Familie, Neubeginn und die Möglichkeit, auch im Scheitern weiterzukommen.

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Einstiegstipps: Welches Buch von Joachim Meyerhoff passt zu dir?

Wenn Du nicht gleich die ganze Reihe lesen möchtest, helfen diese Empfehlungen bei der Auswahl:

  • Für einen humorvollen und sehr zugänglichen Einstieg eignet sich „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“.

  • Wer Coming-of-Age-Geschichten und Außenseiterperspektiven mag, kann gut mit „Amerika“ beginnen.

  • Für ruhigere, nachdenkliche Lektüre bietet sich „Hamster im hinteren Stromgebiet“ an.

  • Wenn Du Meyerhoff bereits kennst und seine Texte vertiefen möchtest, ist „Man kann auch in die Höhe fallen“ eine gute Ergänzung.

Für wen eignen sich die Bücher von Joachim Meyerhoff?

Joachim Meyerhoffs Bücher sind besonders geeignet für Leser:innen, die:

  • autobiografische Romane schätzen

  • Humor mögen, der auch Schmerz zulässt

  • gern über Familie, Beziehungen und Identität lesen

  • literarische Texte ohne Pathos bevorzugen

  • Bücher suchen, die lange nachwirken

Seine Texte sind persönlich, aber nie selbstverliebt. Gerade diese Offenheit macht sie so nahbar.

Welches ist das beste Buch von Joachim Meyerhoff?

Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, denn welches Buch von Joachim Meyerhoff das beste ist, hängt davon ab, was Du beim Lesen suchst. Dennoch lassen sich klare Empfehlungen für unterschiedliche Lesevorlieben aussprechen.

Für viele Leser:innen das beste Gesamtpaket

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

  • besonders zugänglich und leicht zu lesen
  • gelungene Balance aus Humor und Tiefe
  • außergewöhnliche, berührende Kindheitsgeschichte
  • ideal als Einstieg in Meyerhoffs Werk

Für Coming-of-Age und den ersten Kontakt mit Meyerhoff

Amerika

  • klassische Geschichte über Fremdsein und Erwachsenwerden
  • lebendig, komisch und sehr persönlich
  • guter Einstieg in die Romanreihe

Für literarische Intensität und emotionale Tiefe

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

  • einer der persönlichsten Bände der Reihe
  • dunkler, intimer Ton
  • Themen wie Einsamkeit, Identität und Selbstzweifel
  • literarisch sehr stark, aber kein klassischer Wohlfühlroman

Für ruhige, nachdenkliche Lektüre

Hamster im hinteren Stromgebiet

  • leiser, konzentrierter Roman
  • Fokus auf Älterwerden, Abschiede und innere Prozesse
  • wirkt lange nach

Für Leser:innen, die Meyerhoff vertiefen möchten

Man kann auch in die Höhe fallen

  • reflektierender, essayistischer Ton
  • sehr persönlicher Blick auf Krise, Familie und Neubeginn
  • besonders spannend für Kenner:innen der Reihe

Fragen & Anwtorten zu Joachim Meyerhoff

    Joachim Meyerhoffs Bücher bewegen viele Leser:innen und werfen immer wieder Fragen auf. Hier findest Du Antworten auf die wichtigsten Punkte rund um sein Werk, die über den Artikel hinausgehen.

    Welche Bücher von Joachim Meyerhoff wurden verfilmt?

    Der Roman „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ wurde verfilmt. Der Kinostart der Adaption war am 29.1.2026. Damit ist es bislang das erste Werk aus der Reihe „Alle Toten fliegen hoch“, das bisher für die Leinwand umgesetzt wurde.

    Sind die Bücher von Joachim Meyerhoff unabhängig voneinander lesbar?

    Ja, die einzelnen Bände lassen sich auch unabhängig voneinander lesen. Viele Leser:innen empfinden die Lektüre jedoch als intensiver, wenn sie der chronologischen Reihenfolge folgen, da sich Motive und Beziehungen über mehrere Bücher hinweg vertiefen.

    Wie autobiografisch sind Joachim Meyerhoffs Bücher?

    Joachim Meyerhoffs Bücher basieren auf seiner eigenen Biografie, sind jedoch literarisch gestaltet. Er verarbeitet persönliche Erfahrungen erzählerisch und reflektierend, ohne sie als reine Tatsachenberichte zu verstehen.

    Gibt es formale Unterschiede innerhalb der Reihe?

    Ja. Während die ersten fünf Bände klassische autobiografische Romane sind, ist der sechste Band „Man kann auch in die Höhe fallen“ stärker reflektierend angelegt und verbindet erzählende Passagen mit essayistischen Elementen.

    Warum werden Joachim Meyerhoffs Bücher so häufig weiterempfohlen?

    Viele Leser:innen schätzen die besondere Mischung aus Humor, Offenheit und Tiefe. Meyerhoff schreibt sehr persönlich, ohne sich zu idealisieren, und trifft damit Erfahrungen, die viele Menschen teilen.

    Sind Joachim Meyerhoffs Bücher eher humorvoll oder ernst?

    Beides. Typisch für Meyerhoff ist die Balance zwischen Komik und Ernst. Selbst schwere Themen werden mit Leichtigkeit erzählt, ohne ihre Bedeutung zu verlieren.